iPhone Duo im Hands-on: Apples erstes Foldable mit 7,6-Zoll-Display

Das iPhone Duo ist Apples erstes Foldable. Was Display, Scharnier, Kamera, iOS 27, Preis und Release im ersten Hands-on versprechen

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iPhone Duo im Hands-on: Apples erstes Foldable mit 7,6-Zoll-Display

Mit dem iPhone Duo steigt Apple spät in den Foldable-Markt ein. Der erste Hands-on zeigt, dass weniger das Falten als die Software und der Feinschliff den Unterschied machen.

iPhone Duo: Apples erster Schritt in den Foldable-Markt

Apple hat mit dem iPhone Duo sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. Damit betritt das Unternehmen einen Markt, in dem Samsung, Google und andere Hersteller bereits mehrere Gerätegenerationen Erfahrung gesammelt haben. Entsprechend interessant ist weniger die Frage, ob Apple ein Smartphone falten kann, sondern wie weit Hardware und Software beim ersten Versuch bereits zusammenspielen.

Engadget konnte das iPhone Duo nach der Vorstellung ausprobieren. Der erste Eindruck fällt deutlich positiver aus, als man es von einem typischen Produkt der ersten Generation erwarten könnte. Besonders das Scharnier, das matte Innendisplay und die Anpassungen von iOS 27 hinterlassen einen ausgereiften Eindruck.

Das macht das iPhone Duo auch für Nutzer interessant, die Foldables bisher eher als technische Demonstration denn als alltagstaugliche Smartphones betrachtet haben.

Die wichtigsten Daten des iPhone Duo

MerkmaliPhone Duo
Außendisplay5,4 Zoll OLED
Innendisplay7,6 Zoll flexibles OLED
ProzessorApple A20 Pro
Hauptkamera48 MP Fusion
Ultraweitwinkel48 MP
Zoom2x in optischer Qualität über die Hauptkamera
EntsperrungTouch ID in der Seitentaste
Gewicht254 Gramm
Dicke geschlossen11,3 mm
Speicher256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB
BetriebssystemiOS 27.1 zum Verkaufsstart
Preis Österreichab 2.319 Euro
Preis Deutschlandab 2.299 Euro
Vorbestellungab 16. Oktober 2026
Verkaufsstart23. Oktober 2026

Zwei Displays statt eines besonders großen iPhones

Im geschlossenen Zustand arbeitet das iPhone Duo mit einem 5,4 Zoll großen Außendisplay. Das wirkt für heutige Smartphone-Verhältnisse fast kompakt. Geöffnet steht ein 7,6 Zoll großes flexibles OLED-Display zur Verfügung.

Damit verfolgt Apple den klassischen Book-Fold-Ansatz. Das Gerät wird seitlich aufgeklappt und verwandelt sich von einem kompakten Smartphone in eine kleine Tablet-Arbeitsfläche.

Interessant ist dabei, dass beide Displays nicht einfach zwei voneinander getrennte Oberflächen darstellen. iOS passt Inhalte beim Öffnen und Schließen an. Engadget hebt besonders die Animation beim Wechsel vom äußeren auf das innere Display hervor. Der Übergang soll praktisch nahtlos wirken.

Genau an solchen Details zeigt sich Apples Ansatz. Ein Foldable lebt nicht allein von zusätzlicher Displayfläche. Entscheidend ist, ob der Wechsel zwischen den beiden Zuständen im Alltag selbstverständlich funktioniert.

Die Displayfalte ist noch da, aber deutlich unauffälliger

Die sichtbare Falte in der Mitte gehört seit Jahren zu den größten Kritikpunkten faltbarer Smartphones. Auch das iPhone Duo beseitigt sie nicht vollständig.

Apple setzt beim inneren Display jedoch auf eine matte Nanotextur. Sie reduziert Reflexionen und macht gleichzeitig die Falte weniger sichtbar. Im Hands-on von Engadget war die Vertiefung offenbar leichter mit dem Finger zu ertasten als mit dem Auge zu erkennen.

Das ist ein wichtiger Unterschied. Eine technisch vorhandene Falte muss im Alltag nicht automatisch störend sein. Wenn sie bei normaler Nutzung optisch in den Hintergrund tritt, verliert sie einen großen Teil ihrer Bedeutung.

Auch die unter dem Display verbaute FaceTime-Kamera fällt laut Hands-on nur bei genauer Betrachtung auf. Apple verzichtet damit auf ein dauerhaft sichtbares Kameraloch im großen Innenbildschirm.

Das iPhone Duo ist kompakt, aber nicht leicht

Der technische Aufwand hat eine klare Kehrseite. Das iPhone Duo wiegt 254 Gramm und ist geschlossen 11,3 Millimeter dick.

Damit gehört es weiterhin zu den schwereren Smartphones. Gerade Nutzer, die von einem normalen iPhone wechseln, dürften den Unterschied in der Hosentasche deutlich bemerken.

Die abgerundeten Seiten sollen das Aufklappen erleichtern. Gleichzeitig besteht der Rahmen aus Titan und das Gerät ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt. Für ein Foldable ist das relevant, weil Scharnier und bewegliche Displayteile zusätzliche mechanische Schwachstellen darstellen können.

Ob die Konstruktion über mehrere Jahre genauso robust bleibt wie ein klassisches iPhone, lässt sich aus einem kurzen Hands-on allerdings nicht ableiten. Gerade bei einem Gerät dieser Preisklasse wird die langfristige Haltbarkeit wichtiger sein als der erste Eindruck im Demo-Bereich.

Touch ID ersetzt Face ID

Eine der auffälligsten Änderungen betrifft die biometrische Entsperrung. Das iPhone Duo nutzt Touch ID in der Seitentaste.

Für langjährige iPhone-Nutzer ist das zunächst ungewohnt, bei faltbaren Smartphones ergibt die Entscheidung aber Sinn. Ein seitlicher Fingerabdrucksensor funktioniert unabhängig davon, ob das Gerät geschlossen, halb geöffnet oder vollständig aufgeklappt ist.

Engadget bewertet diese Lösung im Foldable-Alltag sogar als praktischer als Gesichtserkennung. Apple folgt hier also nicht zwanghaft dem bisherigen iPhone-Schema, sondern passt die Bedienung an die neue Bauform an.

Aus UX-Sicht ist genau das spannender als die reine Hardware. Das iPhone Duo versucht nicht, jede bekannte iPhone-Konvention unverändert in ein faltbares Gehäuse zu pressen.

Die Kamera bleibt hinter dem iPhone 18 Pro

Auf der Rückseite sitzen zwei 48-Megapixel-Kameras. Die Hauptkamera bietet zusätzlich einen 2x-Zoom in optischer Qualität, daneben gibt es eine 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera.

Das ist eine solide Ausstattung, aber kein vollständiger Ersatz für das Kamerasystem eines iPhone 18 Pro. Vor allem eine dedizierte Telekamera mit längerer Brennweite fehlt.

Engadget nennt genau das als einen der größten Kritikpunkte. Bei einem Smartphone in dieser Preisklasse ist der Wunsch nachvollziehbar. Wer das beste iPhone-Kamerasystem möchte, bekommt es mit dem Duo nicht automatisch.

Das faltbare Design eröffnet dafür andere Möglichkeiten. Das Außendisplay kann beispielsweise als Vorschau dienen, während mit den besseren Rückkameras fotografiert wird. Das Gerät kann außerdem teilweise aufgeklappt auf einer Oberfläche stehen, wodurch sich Fotos, Videos oder FaceTime-Anrufe ohne separates Stativ umsetzen lassen.

iOS 27 ist der eigentliche Unterschied

Die Hardware zieht Aufmerksamkeit auf sich, aber der interessantere Teil des iPhone Duo ist möglicherweise iOS 27.

Auf dem inneren Display können erstmals auf einem iPhone zwei Apps nebeneinander laufen. Apps lassen sich per Split View kombinieren, Inhalte können zwischen ihnen verschoben werden und häufig verwendete App-Paare lassen sich speichern.

Das erinnert bewusst an iPadOS. Der Unterschied liegt darin, dass die größere Arbeitsfläche hier in einem Gerät steckt, das zusammengefaltet weiterhin als normales Smartphone genutzt werden kann.

Im Hands-on beschreibt Engadget gerade diese Softwareintegration als eine der größten Stärken des Duo. Multitasking soll nicht wie eine nachträglich ergänzte Funktion wirken, sondern wie ein zentraler Teil des Gerätekonzepts.

Für mich ist das der Punkt, an dem das iPhone Duo interessanter wird als viele bisherige Foldables. Apple verkauft nicht nur ein größeres Display, sondern versucht, die zusätzliche Fläche konsequent in Bedienabläufe einzubauen.

Tabletop- und Tent-Modus schaffen neue Nutzungsszenarien

Das iPhone Duo erkennt, wie weit es geöffnet ist. Dadurch kann iOS unterschiedliche Positionen berücksichtigen.

Im Tabletop-Modus steht eine Hälfte des Geräts auf der Oberfläche, während die andere als Display dient. Im Tent-Modus kann das Gerät beispielsweise als Uhr, Kalender oder Medienanzeige verwendet werden.

Solche Funktionen sind nicht grundsätzlich neu. Foldables anderer Hersteller bieten ähnliche Konzepte schon länger. Apple integriert sie jedoch tief in iOS und kombiniert sie mit bekannten Funktionen wie StandBy.

Auch beim Gaming kann die größere Fläche interessant werden. Der A20 Pro bietet genug Leistung für anspruchsvolle Spiele, während das 7,6-Zoll-Display deutlich mehr Platz als ein klassisches iPhone bietet. Ob Entwickler die Faltpositionen sinnvoll nutzen, wird allerdings erst die Software der kommenden Monate zeigen.

Apple Pencil kommt später

Das iPhone Duo unterstützt den Apple Pencil mit USB-C auf beiden Displays. Die Funktion soll später im Jahr freigeschaltet werden.

Beim ersten Hands-on stand allerdings noch kein Apple Pencil zum Testen bereit. Aussagen zum Schreibgefühl bleiben deshalb vorerst theoretisch.

Die matte Oberfläche des Innendisplays könnte hier durchaus ein Vorteil sein. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie viele Nutzer einen Stylus tatsächlich zusammen mit einem faltbaren iPhone verwenden werden.

Für Notizen, Dokumente und schnelle Markierungen kann die Kombination sinnvoll sein. Sie verschiebt das Duo noch etwas stärker in Richtung eines sehr kleinen iPads.

A20 Pro, zwei Batterien und 24 Stunden Nutzung

Im Inneren arbeitet derselbe A20 Pro, den Apple auch in den iPhone-18-Pro-Modellen einsetzt. Für die Kühlung verwendet Apple eine Dampfkammer, was bei einem dünnen Foldable vor allem unter längerer Last relevant ist.

Die Batterie ist auf beide Gerätehälften verteilt. Apple gibt bis zu 24 Stunden Nutzung an, wenn inneres und äußeres Display ähnlich intensiv verwendet werden. Für reine Videowiedergabe nennt das Unternehmen bis zu 31 Stunden auf dem Innendisplay und bis zu 44 Stunden auf dem Außendisplay.

Diese Werte sind Laborangaben. Wie gut das iPhone Duo bei Multitasking, Kamera, Mobilfunk und hoher Displayhelligkeit durch einen realen Tag kommt, muss ein ausführlicher Test zeigen.

Auch KI spielt eine größere Rolle. Der A20 Pro ist auf On-Device-Modelle ausgelegt und das Duo erhält die aktuelle Generation von Apple Intelligence. Für das Foldable selbst ist allerdings weniger entscheidend, wie viele KI-Funktionen Apple anbietet, sondern ob sie die zusätzlichen Display- und Multitasking-Möglichkeiten sinnvoll nutzen.

Preis und Release des iPhone Duo

Das iPhone Duo gehört klar in die Premiumklasse.

In Österreich startet das Gerät bei 2.319 Euro. In Deutschland verlangt Apple mindestens 2.299 Euro. Das Basismodell bietet 256 GB Speicher, darüber folgen Varianten mit 512 GB, 1 TB und 2 TB.

Vorbestellungen beginnen am 16. Oktober 2026. Der reguläre Verkauf startet am 23. Oktober 2026.

Damit liegt das Duo preislich deutlich über einem klassischen iPhone. Der Aufpreis finanziert nicht nur ein größeres Display, sondern auch das Scharnier, die zweite Displayeinheit und die aufwendigere Konstruktion.

Ob sich das lohnt, hängt stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Wer sein Smartphone vor allem für Messenger, Kamera und kurze Web-Sessions verwendet, gewinnt durch das faltbare Format vermutlich weniger als Nutzer, die häufig zwischen mehreren Apps wechseln, Dokumente lesen oder unterwegs Medien konsumieren.

Fazit: Apples erstes Foldable wirkt ungewöhnlich ausgereift

Das iPhone Duo erfindet das Foldable nicht neu. Viele Grundideen kennt man bereits von Samsung, Google und anderen Herstellern.

Interessant ist vielmehr, welche Entscheidungen Apple beim ersten Modell trifft. Die matte Oberfläche kaschiert die Displayfalte, Touch ID passt besser zur wechselnden Geräteform und iOS 27 behandelt das große Innendisplay nicht einfach wie ein aufgeblasenes iPhone.

Gleichzeitig bleiben typische Kompromisse bestehen. Das Gerät ist schwer, teuer und verzichtet trotz seines Preises auf eine dedizierte Telekamera. Auch Haltbarkeit und Akkulaufzeit müssen sich erst im Alltag beweisen.

Der erste Hands-on legt aber nahe, dass Apple nicht nur ein Foldable auf den Markt bringen wollte, sondern lange genug gewartet hat, um Hardware und Software als gemeinsames Produkt zu entwickeln. Genau darin könnte die eigentliche Stärke des iPhone Duo liegen.

FAQ

Was ist das iPhone Duo?

Das iPhone Duo ist Apples erstes faltbares iPhone. Es kombiniert ein 5,4-Zoll-Außendisplay mit einem 7,6-Zoll-Innendisplay und setzt auf iOS 27 mit speziellen Funktionen für Multitasking und verschiedene Faltpositionen.

Was kostet das iPhone Duo?

In Österreich startet das iPhone Duo bei 2.319 Euro, in Deutschland bei 2.299 Euro. Das Basismodell bietet 256 GB Speicher.

Wann erscheint das iPhone Duo?

Apple startet die Vorbestellungen am 16. Oktober 2026. Der reguläre Verkauf beginnt am 23. Oktober 2026.

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