Midjourney kauft Co-Star: Was hinter der Astrologie-Übernahme steckt
Midjourney kauft die Astrologie-App Co-Star und plant eigene Apps. Was der ungewöhnliche Deal für Nutzer und die KI-Strategie bedeutet
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Midjourney übernimmt die Astrologie-App Co-Star. Der ungewöhnliche Kauf zeigt, dass der KI-Bildgenerator künftig stärker auf eigene Apps, Design und persönliche Nutzererlebnisse setzt.
Midjourney kauft die Astrologie-App Co-Star
Midjourney hat mit Co-Star erstmals ein anderes Unternehmen übernommen. Der Anbieter des bekannten KI-Bildgenerators bestätigte den Kauf im Juli 2026. Laut Medienberichten wurde die Transaktion bereits im Frühjahr abgeschlossen. Wie viel Midjourney für Co-Star bezahlt hat, ist nicht bekannt.
Co-Star soll nach der Übernahme als eigenständiges Angebot weitergeführt werden. Die Gründerin und bisherige Geschäftsführerin Banu Guler bleibt für die App verantwortlich. Gleichzeitig übernimmt sie bei Midjourney die neu geschaffene Position als Chief Design Officer.
Guler soll dort ein Team aus Design, Produktentwicklung und Frontend-Entwicklung aufbauen. Auch die übrigen Beschäftigten von Co-Star wechseln Berichten zufolge zu Midjourney.
Auf den ersten Blick wirkt die Verbindung ungewöhnlich. Midjourney ist vor allem für generierte Bilder und Videos bekannt. Co-Star erstellt dagegen personalisierte Horoskope und astrologische Einschätzungen. Hinter der Übernahme steckt jedoch mehr als eine Erweiterung um astrologische Inhalte.
Was ist Co-Star?
Co-Star ist eine 2017 gestartete Astrologie-App. Nutzer hinterlegen Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort. Daraus erstellt die Anwendung persönliche Horoskope, tägliche Hinweise und Vergleiche mit anderen Nutzern.
Das Angebot verbindet damit mehrere Elemente, die auch bei klassischen Social-Media-Plattformen wichtig sind. Nutzer erhalten regelmäßig neue Inhalte, können Freunde hinzufügen und ihre vermeintliche astrologische Kompatibilität vergleichen.
Nach Angaben von Bloomberg erreicht Co-Star rund 4,3 Millionen monatlich aktive Nutzer. Für Midjourney ist deshalb nicht nur die eigentliche Astrologie interessant. Das Unternehmen übernimmt eine etablierte App, eine bekannte Marke und ein Team mit Erfahrung bei personalisierten Verbraucherprodukten.
Co-Star erklärt in den eigenen FAQ, dass die App astronomische Positionsdaten des Jet Propulsion Laboratory der NASA mit redaktionellen Inhalten und Verfahren zur automatischen Textgenerierung verbindet.
Die Verwendung präziser astronomischer Daten bedeutet allerdings nicht, dass astrologische Aussagen wissenschaftlich belegt sind. Die Positionen von Planeten lassen sich berechnen. Daraus abgeleitete Aussagen über Persönlichkeit, Beziehungen oder zukünftige Ereignisse gehören weiterhin zur Astrologie.
Warum Midjourney eine Astrologie-App kauft
Die Übernahme lässt sich vor allem als Investition in Produktentwicklung verstehen. Midjourney verfügt über leistungsfähige Modelle zur Bild- und Videogenerierung. Die Bedienung und Verpackung dieser Modelle als leicht zugängliches Verbraucherprodukt ist jedoch eine eigene Aufgabe.
Erfahrung mit mobilen Apps
Midjourney kann über seine Website und weiterhin über Discord verwendet werden. Eine eigenständige Midjourney-App für Smartphones gibt es bislang nicht.
Co-Star hat dagegen mehrere Jahre Erfahrung mit mobilen Anwendungen, In-App-Käufen, regelmäßigen Benachrichtigungen und stark personalisierten Inhalten. Genau dieses Wissen kann Midjourney beim Aufbau eigener Apps nutzen.
Laut Bloomberg arbeitet das Unternehmen an seinen ersten eigenständigen Anwendungen. Dazu soll auch eine App gehören, die sich auf die Bildgenerierung mit Midjourney konzentriert. Einen Termin oder konkrete Plattformen hat das Unternehmen bisher nicht genannt.
Personalisierung als Produktfunktion
Co-Star zeigt jedem Nutzer andere Inhalte. Dafür kombiniert die App persönliche Angaben, laufend aktualisierte Daten und frühere Interaktionen.
Auch Midjourney setzt zunehmend auf Personalisierung. Nutzer können Stilvorlieben festlegen, Referenzbilder verwenden und Ergebnisse an den eigenen Geschmack anpassen. Das Modell allein reicht dafür nicht aus. Benötigt werden verständliche Oberflächen und Mechanismen, mit denen Nutzer ihre Präferenzen ausdrücken können.
Co-Star bringt Erfahrung mit einem Produkt mit, dessen gesamte Nutzung auf dem Gefühl persönlicher Relevanz basiert. Diese Kompetenz dürfte für Midjourney wichtiger sein als die Astrologie selbst.
Ein direkterer Zugang zu Verbrauchern
Viele Unternehmen aus dem Bereich KI konzentrieren sich nicht mehr ausschließlich auf ihre Modelle. Sie versuchen, vollständige Produkte rund um diese Modelle aufzubauen.
Ein gutes Modell kann technisch überzeugen und trotzdem an einer komplizierten Bedienung scheitern. Umgekehrt können eine verständliche Oberfläche, eine klare Marke und wiederkehrende Nutzung dafür sorgen, dass ein Dienst im Alltag verankert wird.
Mit Co-Star kauft Midjourney deshalb auch Erfahrung beim Aufbau eines Produkts, das nicht nur gelegentlich geöffnet wird. Die Astrologie-App liefert täglich neue Inhalte und versucht, Nutzer langfristig an das Angebot zu binden.
Wird Midjourney jetzt zum Astrologie-Anbieter?
Dafür gibt es bislang keine Hinweise. Midjourney hat weder einen astrologischen Bildgenerator noch eine direkte Integration von Co-Star in seine bestehenden Dienste angekündigt.
Co-Star soll unter der Leitung von Banu Guler eigenständig weiterarbeiten. Gleichzeitig unterstützt das Team die Entwicklung anderer Midjourney-Produkte. Die beiden Angebote können daher organisatorisch zusammengehören, ohne technisch zu einer einzigen Anwendung zu werden.
Unklar ist auch, ob Nutzerdaten zwischen Co-Star und Midjourney ausgetauscht werden sollen. Die Unternehmen haben bisher keine entsprechende Integration angekündigt. Co-Star verarbeitet mit Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort vergleichsweise persönliche Angaben. Änderungen an der Datennutzung müssten deshalb transparent erklärt werden.
Warum Astrologie und generative KI ähnlich wirken können
Astrologie und generative KI basieren auf sehr unterschiedlichen technischen Grundlagen. Trotzdem können beide Angebote aus Sicht der Nutzer ein ähnliches Erlebnis erzeugen.
Persönlich formulierte Texte wirken oft spezifischer, als sie tatsächlich sind. Allgemeine Aussagen lassen sich leicht auf die eigene Situation beziehen, besonders wenn ein System vorher persönliche Daten abgefragt hat.
Generative Sprachmodelle verstärken diesen Eindruck, weil sie flüssige und individuell formulierte Antworten erzeugen können. Eine überzeugende Formulierung ist jedoch kein Beleg dafür, dass eine Aussage richtig oder wissenschaftlich abgesichert ist.
Eine Untersuchung des Pew Research Center ergab, dass 27 Prozent der befragten Erwachsenen in den USA an Astrologie glauben. Gleichzeitig nutzt die Mehrheit entsprechende Angebote eher zur Unterhaltung als als Grundlage für wichtige Entscheidungen.
Co-Star selbst weist darauf hin, dass Nutzer astrologischen Empfehlungen nicht blind folgen sollten. Gerade bei Fragen zu Gesundheit, Finanzen oder anderen weitreichenden Entscheidungen sollte eine solche App nicht als fachliche Beratung verstanden werden.
Was sich für Nutzer ändern könnte
Für bestehende Co-Star-Nutzer ändert sich zunächst wenig. Die App soll weitergeführt werden, und Banu Guler behält die Kontrolle über ihre Entwicklung. Durch die Ressourcen von Midjourney könnte das Team neue Funktionen schneller umsetzen.
Für Midjourney-Nutzer ist vor allem die geplante eigenständige App relevant. Eine solche Anwendung könnte die Bedienung vereinfachen und den Dienst stärker auf Smartphones ausrichten. Welche Funktionen sie bietet, wie sie abgerechnet wird und ob Discord weiterhin dieselbe Bedeutung behält, ist noch offen.
Auch für andere Startups ist die Übernahme interessant. Sie zeigt, dass KI-Unternehmen nicht nur Entwickler oder Trainingsdaten suchen. Gefragt sind zunehmend Teams, die aus technischen Modellen verständliche und regelmäßig genutzte Produkte machen können.
Mehr Produkt als Horoskop
Midjourneys erste Übernahme wirkt wegen des astrologischen Schwerpunkts von Co-Star zunächst überraschend. Aus Produktsicht ist der Schritt jedoch nachvollziehbar.
Co-Star bringt eine etablierte Marke, Millionen Nutzer und Erfahrung mit mobilen, sozialen und personalisierten Anwendungen mit. Midjourney erhält damit Fähigkeiten, die für den Aufbau eigener Verbraucher-Apps wichtig sind.
Ob daraus langfristig ein besser zugängliches Midjourney oder eine engere Verbindung zwischen Bildgenerierung und Astrologie entsteht, bleibt offen. Bisher spricht mehr dafür, dass Midjourney vor allem das Produktteam und dessen Erfahrung übernehmen wollte. Die Sterne dürften bei der Entscheidung eine kleinere Rolle gespielt haben als App-Design und Nutzerbindung.
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date: 2026-07-25 21:56:06 +0100
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faq:
- question: 'Hat Midjourney die Astrologie-App Co-Star gekauft?'
answer: 'Ja. Midjourney bestätigte die Übernahme im Juli 2026. Der Kauf soll bereits im Frühjahr abgeschlossen worden sein. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.'
- question: 'Was passiert nach der Übernahme mit Co-Star?'
answer: 'Co-Star soll als eigenständige App weitergeführt werden. Gründerin Banu Guler bleibt für das Angebot verantwortlich und wird zusätzlich Chief Design Officer bei Midjourney.'
- question: 'Warum kauft Midjourney eine Astrologie-App?'
answer: 'Midjourney übernimmt damit vor allem Erfahrung im Aufbau personalisierter Verbraucher-Apps. Das Co-Star-Team soll an neuen Midjourney-Produkten und einer eigenständigen App für die Bildgenerierung arbeiten.'
socialmedia:
- 'Midjourney kauft die Astrologie-App Co-Star. Der Deal wirkt ungewöhnlich, passt aber zu den Plänen für eigene Apps und bessere Nutzererlebnisse.'
- 'Warum übernimmt ein KI-Bildgenerator eine Astrologie-App? Bei Midjourney und Co-Star geht es weniger um Sterne als um Produktdesign, Personalisierung und Millionen App-Nutzer.'
- 'Co-Star bleibt bestehen, Gründerin Banu Guler wird zugleich Designchefin bei Midjourney. Was die Übernahme über die nächste Phase des KI-Anbieters verrät.'
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Midjourney übernimmt die Astrologie-App Co-Star. Der ungewöhnliche Kauf zeigt, dass der KI-Bildgenerator künftig stärker auf eigene Apps, Design und persönliche Nutzererlebnisse setzt.
## Midjourney kauft die Astrologie-App Co-Star
Midjourney hat mit Co-Star erstmals ein anderes Unternehmen übernommen. Der Anbieter des bekannten KI-Bildgenerators [bestätigte den Kauf](https://www.midjourney.com/updates/midjourneys-first-acquisition) im Juli 2026. Laut Medienberichten wurde die Transaktion bereits im Frühjahr abgeschlossen. Wie viel Midjourney für Co-Star bezahlt hat, ist nicht bekannt.
Co-Star soll nach der Übernahme als eigenständiges Angebot weitergeführt werden. Die Gründerin und bisherige Geschäftsführerin Banu Guler bleibt für die App verantwortlich. Gleichzeitig übernimmt sie bei Midjourney die neu geschaffene Position als Chief Design Officer.
Guler soll dort ein Team aus Design, Produktentwicklung und Frontend-Entwicklung aufbauen. Auch die übrigen Beschäftigten von Co-Star wechseln Berichten zufolge zu Midjourney.
Auf den ersten Blick wirkt die Verbindung ungewöhnlich. Midjourney ist vor allem für generierte Bilder und Videos bekannt. Co-Star erstellt dagegen personalisierte Horoskope und astrologische Einschätzungen. Hinter der Übernahme steckt jedoch mehr als eine Erweiterung um astrologische Inhalte.
## Was ist Co-Star?
Co-Star ist eine 2017 gestartete Astrologie-App. Nutzer hinterlegen Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort. Daraus erstellt die Anwendung persönliche Horoskope, tägliche Hinweise und Vergleiche mit anderen Nutzern.
Das Angebot verbindet damit mehrere Elemente, die auch bei klassischen [Social-Media-Plattformen](https://oliverjessner.at/category/social-media/) wichtig sind. Nutzer erhalten regelmäßig neue Inhalte, können Freunde hinzufügen und ihre vermeintliche astrologische Kompatibilität vergleichen.
Nach Angaben von [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-24/ai-startup-midjourney-buys-astrology-app-co-star-and-is-building-its-own-apps) erreicht Co-Star rund 4,3 Millionen monatlich aktive Nutzer. Für Midjourney ist deshalb nicht nur die eigentliche Astrologie interessant. Das Unternehmen übernimmt eine etablierte App, eine bekannte Marke und ein Team mit Erfahrung bei personalisierten Verbraucherprodukten.
Co-Star erklärt in den [eigenen FAQ](https://www.costarastrology.com/faq/), dass die App astronomische Positionsdaten des Jet Propulsion Laboratory der NASA mit redaktionellen Inhalten und Verfahren zur automatischen Textgenerierung verbindet.
Die Verwendung präziser astronomischer Daten bedeutet allerdings nicht, dass astrologische Aussagen wissenschaftlich belegt sind. Die Positionen von Planeten lassen sich berechnen. Daraus abgeleitete Aussagen über Persönlichkeit, Beziehungen oder zukünftige Ereignisse gehören weiterhin zur Astrologie.
## Warum Midjourney eine Astrologie-App kauft
Die Übernahme lässt sich vor allem als Investition in Produktentwicklung verstehen. Midjourney verfügt über leistungsfähige Modelle zur Bild- und Videogenerierung. Die Bedienung und Verpackung dieser Modelle als leicht zugängliches Verbraucherprodukt ist jedoch eine eigene Aufgabe.
### Erfahrung mit mobilen Apps
Midjourney kann über seine Website und weiterhin über Discord verwendet werden. Eine eigenständige Midjourney-App für Smartphones gibt es bislang nicht.
Co-Star hat dagegen mehrere Jahre Erfahrung mit mobilen Anwendungen, In-App-Käufen, regelmäßigen Benachrichtigungen und stark personalisierten Inhalten. Genau dieses Wissen kann Midjourney beim Aufbau eigener Apps nutzen.
Laut Bloomberg arbeitet das Unternehmen an seinen ersten eigenständigen Anwendungen. Dazu soll auch eine App gehören, die sich auf die Bildgenerierung mit Midjourney konzentriert. Einen Termin oder konkrete Plattformen hat das Unternehmen bisher nicht genannt.
### Personalisierung als Produktfunktion
Co-Star zeigt jedem Nutzer andere Inhalte. Dafür kombiniert die App persönliche Angaben, laufend aktualisierte Daten und frühere Interaktionen.
Auch Midjourney setzt zunehmend auf Personalisierung. Nutzer können Stilvorlieben festlegen, Referenzbilder verwenden und Ergebnisse an den eigenen Geschmack anpassen. Das Modell allein reicht dafür nicht aus. Benötigt werden verständliche Oberflächen und Mechanismen, mit denen Nutzer ihre Präferenzen ausdrücken können.
Co-Star bringt Erfahrung mit einem Produkt mit, dessen gesamte Nutzung auf dem Gefühl persönlicher Relevanz basiert. Diese Kompetenz dürfte für Midjourney wichtiger sein als die Astrologie selbst.
### Ein direkterer Zugang zu Verbrauchern
Viele Unternehmen aus dem Bereich [KI](https://oliverjessner.at/category/ki/) konzentrieren sich nicht mehr ausschließlich auf ihre Modelle. Sie versuchen, vollständige Produkte rund um diese Modelle aufzubauen.
Ein gutes Modell kann technisch überzeugen und trotzdem an einer komplizierten Bedienung scheitern. Umgekehrt können eine verständliche Oberfläche, eine klare Marke und wiederkehrende Nutzung dafür sorgen, dass ein Dienst im Alltag verankert wird.
Mit Co-Star kauft Midjourney deshalb auch Erfahrung beim Aufbau eines Produkts, das nicht nur gelegentlich geöffnet wird. Die Astrologie-App liefert täglich neue Inhalte und versucht, Nutzer langfristig an das Angebot zu binden.
## Wird Midjourney jetzt zum Astrologie-Anbieter?
Dafür gibt es bislang keine Hinweise. Midjourney hat weder einen astrologischen Bildgenerator noch eine direkte Integration von Co-Star in seine bestehenden Dienste angekündigt.
Co-Star soll unter der Leitung von Banu Guler eigenständig weiterarbeiten. Gleichzeitig unterstützt das Team die Entwicklung anderer Midjourney-Produkte. Die beiden Angebote können daher organisatorisch zusammengehören, ohne technisch zu einer einzigen Anwendung zu werden.
Unklar ist auch, ob Nutzerdaten zwischen Co-Star und Midjourney ausgetauscht werden sollen. Die Unternehmen haben bisher keine entsprechende Integration angekündigt. Co-Star verarbeitet mit Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort vergleichsweise persönliche Angaben. Änderungen an der Datennutzung müssten deshalb transparent erklärt werden.
## Warum Astrologie und generative KI ähnlich wirken können
Astrologie und generative KI basieren auf sehr unterschiedlichen technischen Grundlagen. Trotzdem können beide Angebote aus Sicht der Nutzer ein ähnliches Erlebnis erzeugen.
Persönlich formulierte Texte wirken oft spezifischer, als sie tatsächlich sind. Allgemeine Aussagen lassen sich leicht auf die eigene Situation beziehen, besonders wenn ein System vorher persönliche Daten abgefragt hat.
Generative Sprachmodelle verstärken diesen Eindruck, weil sie flüssige und individuell formulierte Antworten erzeugen können. Eine überzeugende Formulierung ist jedoch kein Beleg dafür, dass eine Aussage richtig oder wissenschaftlich abgesichert ist.
Eine Untersuchung des [Pew Research Center](https://www.pewresearch.org/religion/2025/05/21/3-in-10-americans-consult-astrology-tarot-cards-or-fortune-tellers/) ergab, dass 27 Prozent der befragten Erwachsenen in den USA an Astrologie glauben. Gleichzeitig nutzt die Mehrheit entsprechende Angebote eher zur Unterhaltung als als Grundlage für wichtige Entscheidungen.
Co-Star selbst weist darauf hin, dass Nutzer astrologischen Empfehlungen nicht blind folgen sollten. Gerade bei Fragen zu Gesundheit, Finanzen oder anderen weitreichenden Entscheidungen sollte eine solche App nicht als fachliche Beratung verstanden werden.
## Was sich für Nutzer ändern könnte
Für bestehende Co-Star-Nutzer ändert sich zunächst wenig. Die App soll weitergeführt werden, und Banu Guler behält die Kontrolle über ihre Entwicklung. Durch die Ressourcen von Midjourney könnte das Team neue Funktionen schneller umsetzen.
Für Midjourney-Nutzer ist vor allem die geplante eigenständige App relevant. Eine solche Anwendung könnte die Bedienung vereinfachen und den Dienst stärker auf Smartphones ausrichten. Welche Funktionen sie bietet, wie sie abgerechnet wird und ob Discord weiterhin dieselbe Bedeutung behält, ist noch offen.
Auch für andere [Startups](https://oliverjessner.at/category/startups/) ist die Übernahme interessant. Sie zeigt, dass KI-Unternehmen nicht nur Entwickler oder Trainingsdaten suchen. Gefragt sind zunehmend Teams, die aus technischen Modellen verständliche und regelmäßig genutzte Produkte machen können.
## Mehr Produkt als Horoskop
Midjourneys erste Übernahme wirkt wegen des astrologischen Schwerpunkts von Co-Star zunächst überraschend. Aus Produktsicht ist der Schritt jedoch nachvollziehbar.
Co-Star bringt eine etablierte Marke, Millionen Nutzer und Erfahrung mit mobilen, sozialen und personalisierten Anwendungen mit. Midjourney erhält damit Fähigkeiten, die für den Aufbau eigener Verbraucher-Apps wichtig sind.
Ob daraus langfristig ein besser zugängliches Midjourney oder eine engere Verbindung zwischen Bildgenerierung und Astrologie entsteht, bleibt offen. Bisher spricht mehr dafür, dass Midjourney vor allem das Produktteam und dessen Erfahrung übernehmen wollte. Die Sterne dürften bei der Entscheidung eine kleinere Rolle gespielt haben als App-Design und Nutzerbindung.
FAQ
Hat Midjourney die Astrologie-App Co-Star gekauft?
Ja. Midjourney bestätigte die Übernahme im Juli 2026. Der Kauf soll bereits im Frühjahr abgeschlossen worden sein. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Was passiert nach der Übernahme mit Co-Star?
Co-Star soll als eigenständige App weitergeführt werden. Gründerin Banu Guler bleibt für das Angebot verantwortlich und wird zusätzlich Chief Design Officer bei Midjourney.
Warum kauft Midjourney eine Astrologie-App?
Midjourney übernimmt damit vor allem Erfahrung im Aufbau personalisierter Verbraucher-Apps. Das Co-Star-Team soll an neuen Midjourney-Produkten und einer eigenständigen App für die Bildgenerierung arbeiten.


