dynamiq.: Social Media Monitoring, Web Monitoring und Datenanalyse
Was passiert, wenn Social Media, Websites und Imageboards nicht nur beobachtet, sondern systematisch als Datenquellen genutzt werden?
Dieser Artikel hat eine Lesedauer von 6 Minuten.

In meinen Recherchen lande ich immer wieder beim gleichen Problem: Die gesuchten Informationen sind öffentlich, aber über Hunderte Posts, Kommentare, Websites oder Plattformen verteilt. Mit dynamiq. baue ich eine Firma genau für diese Fälle.
Warum ich dynamiq. gründe
In den vergangenen Monaten habe ich immer häufiger eigene Software geschrieben, nur um eine Recherche überhaupt durchführen zu können.
Ich musste Social-Media-Posts sammeln, Tausende Kommentare strukturieren, Webseiten über längere Zeit beobachten oder herausfinden, wie häufig bestimmte Marken, Personen oder Narrative in größeren Datensätzen auftauchen.
Einzelne Inhalte zu finden, ist meistens nicht das Problem.
Schwierig wird es, wenn aus 20 Posts plötzlich 2.000 werden. Wenn eine Entwicklung nicht an einem Tag, sondern über mehrere Wochen untersucht werden soll. Oder wenn dieselbe Frage gleichzeitig TikTok, YouTube, Reddit, Websites und kleinere Communities betrifft.
Aus einer Recherche wird dann sehr schnell ein Datenproblem.
Und aus dem Datenproblem wird häufig ein Softwareproblem.
Genau daraus ist dynamiq. entstanden.
Mit der neuen Firma konzentriere ich mich auf die Analyse öffentlicher Daten aus Social Media und dem Web. Dazu gehören einmalige Datenanalysen genauso wie Social Media Monitoring, Web Monitoring, Brand Monitoring und individuell entwickelte Systeme für Fragestellungen, die sich mit Standardsoftware nur schwer abbilden lassen.
Social Media Monitoring statt einzelner Screenshots
Wer wissen möchte, wie über ein Unternehmen, ein Produkt oder ein Thema gesprochen wird, kann natürlich einzelne Suchbegriffe auf TikTok, Reddit, YouTube oder anderen Plattformen eingeben.
Für kleinere Fragen reicht das häufig.
Schwieriger wird es, sobald Entwicklungen über längere Zeit beobachtet oder größere Mengen an Inhalten miteinander verglichen werden sollen.
Beim Social Media Monitoring werden relevante öffentliche Inhalte deshalb regelmäßig erfasst und strukturiert ausgewertet. Je nach Fragestellung können dabei beispielsweise Erwähnungen, Kommentare, Videos, Accounts oder bestimmte Begriffe relevant sein.
Die eigentliche Arbeit beginnt nach der Datenerhebung.
Aus einzelnen Posts muss ein Datensatz entstehen, der sich vergleichen lässt. Inhalte müssen strukturiert, normalisiert und gegebenenfalls klassifiziert werden. Erst dann lassen sich Veränderungen, wiederkehrende Muster oder ungewöhnliche Entwicklungen sinnvoll erkennen.
Das ist der Bereich, auf den ich mich mit dynamiq. konzentrieren möchte.
Web Monitoring für Veränderungen außerhalb sozialer Netzwerke
Nicht jedes relevante Signal entsteht auf einer großen Plattform.
Auch Websites, Foren, Blogs oder andere öffentlich erreichbare Quellen können wichtige Informationen enthalten. Beim Web Monitoring geht es darum, solche Quellen nicht immer wieder manuell überprüfen zu müssen.
Eine Webseite kann sich verändern. Inhalte können erscheinen oder verschwinden. Produkte, Preise, Dokumente oder bestimmte Formulierungen können über längere Zeit beobachtet werden.
Technisch ist das zunächst ein Problem der Datenerhebung. Für die praktische Nutzung ist aber entscheidender, was sich tatsächlich verändert hat und ob diese Veränderung relevant ist.
Ein gutes Monitoring sollte deshalb nicht möglichst viele Benachrichtigungen erzeugen. Es sollte möglichst wenig Rauschen produzieren.
Brand Monitoring über klassische Erwähnungen hinaus
Ein weiterer Schwerpunkt von dynamiq. ist Brand Monitoring.
Dabei geht es nicht ausschließlich darum, nach einem Markennamen zu suchen. Marken können in Bildern auftauchen, Produkte können ohne eindeutige Textnennung gezeigt werden und relevante Inhalte können auf Plattformen entstehen, die mit klassischen Social-Listening-Lösungen nur schwer abzudecken sind.
Dazu gehören beispielsweise Imageboards und kleinere Communities.
Je nach Anwendungsfall kann untersucht werden, wo Marken, Logos, Produkte oder andere charakteristische Inhalte auftauchen und wie sich diese Funde über verschiedene Quellen verteilen.
Auch mögliche Marken- oder Urheberrechtsverletzungen können dabei ein Thema sein. Ein Monitoring ersetzt keine rechtliche Bewertung. Es kann aber dabei helfen, auffällige Inhalte systematisch zu finden, zu dokumentieren und für eine anschließende Prüfung aufzubereiten.
Gerade für Unternehmen mit vielen digitalen Assets kann dieser Unterschied wichtig sein.
Datenanalyse ist mehr als ein Dashboard
Ein Dashboard ist noch keine Analyse.
Diese Unterscheidung ist mir bei dynamiq. wichtig.
Daten zu sammeln und anschließend einige Diagramme darzustellen, beantwortet nicht automatisch die eigentliche Frage. Deshalb möchte ich Datenerhebung, Analyse und Monitoring als zusammenhängenden Prozess behandeln.
Am Anfang kann beispielsweise die Frage stehen, wie eine Marke innerhalb einer bestimmten Zielgruppe wahrgenommen wird.
Daraus ergeben sich weitere Entscheidungen: Welche Plattformen sind relevant? Welcher Zeitraum ist sinnvoll? Welche Inhalte müssen gesammelt werden? Welche Metadaten werden benötigt? Wie werden verschiedene Quellen vergleichbar?
Erst danach kommt die Analyse.
Das Ergebnis kann ein Report sein. Es kann aber genauso ein Datensatz, eine Visualisierung, ein internes Tool oder ein dauerhaftes Monitoring-System sein.
Eigene Software statt Daten von der Stange
Meine Erfahrung aus der Softwareentwicklung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Viele Analyseprojekte scheitern nicht daran, dass grundsätzlich keine Daten vorhanden wären. Das Problem ist häufig, dass die benötigten Daten in der falschen Form vorliegen oder über mehrere Systeme und Plattformen verteilt sind.
Standardsoftware kann viele typische Anwendungsfälle gut abdecken. Sobald eine Fragestellung spezieller wird, entstehen jedoch schnell Lücken.
Dann wird Softwareentwicklung Teil der Analyse.
Das kann ein kleiner Collector für eine bestimmte Datenquelle sein, eine Pipeline zur Verarbeitung größerer Datenmengen oder ein internes Monitoring-System, das genau auf einen Anwendungsfall zugeschnitten ist.
Ich sehe diese technische Ebene nicht als getrennte Dienstleistung. Sie ist ein Werkzeug, um Fragen beantworten zu können, die mit vorhandenen Lösungen nur schwer zu untersuchen sind.
Was aus meiner bisherigen Arbeit einfließt
dynamiq. entsteht nicht auf der grünen Wiese.
Meine Erfahrungen aus meinem vorherigen Unternehmen fließen genauso ein wie meine Arbeit als CTO einer Agentur. Dort ging es über Jahre darum, Software nicht nur technisch umzusetzen, sondern sie für konkrete geschäftliche Anforderungen nutzbar zu machen.
Diese Perspektive möchte ich beibehalten.
Mich interessiert nicht, wie viele Datenpunkte sich sammeln lassen, nur weil es technisch möglich ist. Entscheidend ist, welche Daten für eine konkrete Entscheidung tatsächlich relevant sind.
Dazu kommt meine journalistische Arbeit. Auch dort spielen Datenrecherche, Quellenkritik und Nachvollziehbarkeit eine wichtige Rolle.
Erste Kunden von dynamiq. kommen bereits aus der deutschen Medienbranche.
Für mich ist das ein sinnvoller Ausgangspunkt, weil sich dort technische Recherche und Datenanalyse sehr direkt miteinander verbinden.
Von der einmaligen Analyse zum kontinuierlichen Monitoring
Nicht jede Frage braucht dauerhaftes Monitoring.
Manchmal reicht eine einmalige Analyse eines klar definierten Datensatzes. In anderen Fällen entsteht der eigentliche Wert erst durch den Faktor Zeit.
Welche Accounts tauchen neu auf?
Welche Themen gewinnen an Bedeutung?
Wo verändert sich die Diskussion?
Wo erscheint ein bestimmtes Bild erneut?
Welche Webseiten wurden verändert?
Solche Fragen lassen sich nicht mit einem einzelnen Snapshot beantworten.
Monitoring macht aus einer einmaligen Untersuchung einen Prozess. Neue Daten werden regelmäßig erfasst und mit dem bisherigen Zustand verglichen.
Dadurch wird aus "Was ist gerade sichtbar?" irgendwann "Was hat sich verändert?"
Für viele Anwendungen ist genau das die interessantere Frage.
dynamiq. soll zwischen Analyse und Software sitzen
Der Schwerpunkt liegt auf den Daten hinter Plattformen, Websites und digitalen Communities.
Dazu gehören Social Media Monitoring, Web Monitoring, Brand Monitoring und individuelle Datenanalysen. Wenn dafür eigene Werkzeuge notwendig sind, werden diese Werkzeuge entwickelt.
Das Ziel bleibt dabei möglichst einfach:
Aus öffentlichen digitalen Daten sollen Informationen entstehen, mit denen sich bessere Fragen beantworten und Entwicklungen nachvollziehbar beobachten lassen.
Genau daran arbeite ich jetzt mit dynamiq.
FAQ
Was macht dynamiq.?
dynamiq. analysiert Daten aus Social Media und dem öffentlichen Web und entwickelt individuelle Monitoring-Lösungen für Unternehmen, Medien und andere Organisationen.
Was ist Social Media Monitoring?
Social Media Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Beobachtung und strukturierte Auswertung relevanter Inhalte, Erwähnungen, Diskussionen und Veränderungen auf sozialen Plattformen.
Was ist Brand Monitoring?
Brand Monitoring beobachtet, wo und in welchem Kontext Marken, Produkte oder geschützte Inhalte im Web und auf Plattformen auftauchen. Daraus können Hinweise auf Trends, Risiken oder mögliche Rechtsverletzungen entstehen.

