Binance-Hack 2026: FBI macht Nordkorea verantwortlich
Mehr als sechs Milliarden Dollar gestohlen: Was zum Binance-Hack bekannt ist, warum das FBI Nordkorea verantwortlich macht und welche Fragen offenbleiben
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Beim Binance-Hack wurden Kryptowerte im Wert von mehr als sechs Milliarden US-Dollar gestohlen. Das FBI macht Nordkorea verantwortlich. Wie der Angriff möglich war, ist noch nicht abschließend geklärt.
Was beim Binance-Hack 2026 passiert ist
Am 29. Oktober 2026 wurden laut Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs rund 6,36 Milliarden US-Dollar aus Binance-Wallets entwendet. Betroffen waren zehn Blockchains. Ein Großteil der Abflüsse erfolgte innerhalb von etwa 20 Minuten. TRM bezeichnet den Vorfall als bislang größten dokumentierten Kryptodiebstahl. Binance bestätigte einen Sicherheitsvorfall und setzte Auszahlungen auf mehreren Netzwerken aus. Das geht aus der Analyse von TRM Labs hervor.
Die unterschiedlichen Beträge in Schlagzeilen beschreiben dabei nicht zwingend unterschiedliche Schäden. TRM bewertet die entwendeten Vermögenswerte zum jeweiligen Transaktionszeitpunkt. Spätere Kursschwankungen verändern deren Dollarwert.
Warum das FBI Nordkorea verantwortlich macht
Das FBI erklärte am 31. Oktober, Nordkorea sei für den Diebstahl von mehr als sechs Milliarden US-Dollar bei Binance verantwortlich. Darüber berichtet Reuters.
TRM ordnet den Angriff der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor zu. Das Unternehmen stützt seine Einschätzung auf Informationen innerhalb und außerhalb der Blockchain. Die öffentliche Analyse erlaubt allerdings keinen vollständigen Einblick in sämtliche Erkenntnisse der Ermittler. Die Zuordnung der Täter und die technische Rekonstruktion des Einbruchs sind deshalb getrennte Fragen.
Der als Ausgangspunkt verlinkte Bloomberg-Artikel war beim Quellenabruf nicht zugänglich. Die hier genannten Angaben stützen sich auf die jeweils verlinkten weiteren Quellen.
Wie die Angreifer an Binance-Wallets gelangten
Nach Einschätzung von TRM deutet das Muster auf kompromittierte Systeme zur Transaktionssignierung hin. Auf mehreren Blockchains wurden gültig signierte Überweisungen ausgeführt. Auf Ethereum kam zusätzlich eine vorab signierte EIP-7702-Autorisierung zum Einsatz. Eine abschließende technische Ursachenanalyse von Binance lag im ausgewerteten TRM-Bericht noch nicht vor. Quelle ist die technische Untersuchung von TRM Labs.
Eine Signatur dient dazu, eine Transaktion zu autorisieren. Erlangen Angreifer Zugriff auf die dafür verwendeten Schlüssel oder Freigabesysteme, können ihre Überweisungen für das Netzwerk formal gültig aussehen.
Aus Sicht des Software-Engineering ist deshalb entscheidend, wie eine Börse ihre Schlüssel, Freigaben und internen Zugriffsrechte absichert. Eine funktionierende Blockchain schützt allein noch nicht vor einem Einbruch in die Systeme eines Verwahrers.
Was Binance zu Kundengeldern und Erstattungen sagt
Binance hat laut AP zugesagt, sämtliche Verluste zu decken, und dafür mehr als 6,34 Milliarden US-Dollar an Unternehmensmitteln reserviert. Gemeinsam mit Partnern seien außerdem rund drei Milliarden US-Dollar an betroffenen Vermögenswerten eingefroren worden. Das berichtet die Associated Press.
Dabei sind drei Dinge zu unterscheiden: gestohlene Werte, eingefrorene Werte und tatsächlich zurückgezahlte Guthaben. Eine Sperre kann weitere Transfers verhindern. Sie bedeutet für sich genommen noch keine abgeschlossene Rückführung an Kunden.
Auch die Deckungszusage beantwortet nicht automatisch, wann jeder betroffene Nutzer wieder uneingeschränkt über sein Guthaben verfügen kann. Für die weitere Bewertung des Binance-Hacks bleiben deshalb die endgültige Ursachenanalyse und die dokumentierte Abwicklung der Verluste entscheidend.
Stand: 31. Oktober 2026.
FAQ
Was ist beim Binance-Hack im Oktober 2026 passiert?
Am 29. Oktober wurden laut TRM Labs Kryptowerte im Wert von rund 6,36 Milliarden US-Dollar aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains entwendet
Wen macht das FBI für den Binance-Hack verantwortlich?
Laut Reuters erklärte das FBI am 31. Oktober 2026 Nordkorea für verantwortlich. TRM Labs ordnet den Angriff der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor zu
Werden die Verluste durch den Binance-Hack ersetzt?
Binance hat laut AP zugesagt, sämtliche Verluste zu decken, und dafür Unternehmensmittel reserviert. Diese Zusage ist von einer bereits abgeschlossenen Erstattung zu unterscheiden


