Razer Prio im Kurztest: Faltbarer USB-C-Controller für iPhone und Android
Razer Prio im Kurztest: Wie gut funktioniert der faltbare USB-C-Controller mit iPhone, Android, Call of Duty Mobile und Emulatoren?
Dieser Artikel hat eine Lesedauer von 4 Minuten.

Der Razer Prio ist ein faltbarer USB-C-Controller für iPhone und Android. Ich habe ihn mit Call of Duty: Mobile und einem PSP-Emulator ausprobiert und mir angesehen, wie gut das kompakte Konzept im Alltag funktioniert.
Was ist der Razer Prio?
Der Razer Prio ist ein Mobile-Gaming-Controller, bei dem das Smartphone direkt zwischen zwei Controller-Hälften eingespannt wird. Das Prinzip kennt man bereits von anderen Smartphone-Controllern. Beim Prio steckt der eigentliche Unterschied aber im Formfaktor.

Der Controller lässt sich zusammenschieben und anschließend zusammenfalten. Aus dem vergleichsweise breiten Gamepad wird dadurch ein kleines Paket, das deutlich weniger Platz benötigt als ein klassischer Controller.

Im direkten Größenvergleich mit einem Nintendo Switch Pro Controller wird der Unterschied besonders deutlich. Für Gaming unterwegs ist genau das vermutlich das interessanteste Argument des Prio.

Ausgeklappt bekommt man trotzdem ein vollständiges Controller-Layout:
- zwei Analogsticks
- klassisches Steuerkreuz
- vier Aktionstasten
- Schulterbuttons
- Trigger
- zusätzliche Funktionsbuttons
Das Smartphone wird direkt über USB-C verbunden. Eine separate Bluetooth-Verbindung ist damit nicht notwendig.
Der Klappmechanismus ist die eigentliche Besonderheit
Beim Auspacken wirkt der Razer Prio zunächst etwas ungewöhnlich. Die beiden Controller-Seiten liegen zusammengefaltet hintereinander.
Zum Spielen wird der Controller auseinandergeklappt, gedreht und anschließend auseinandergezogen. Das Smartphone kommt in die Mitte und wird direkt mit dem USB-C-Stecker verbunden.

Das klingt komplizierter, als es in der Praxis ist. Nach ein oder zwei Versuchen ist der Mechanismus schnell verstanden.
Der Vorteil zeigt sich vor allem nach dem Spielen. Statt einen vollständigen Smartphone-Controller in die Tasche werfen zu müssen, lässt sich der Prio wieder zu einem deutlich kompakteren Block zusammenfalten.
Gerade bei einem mobilen Controller ergibt das konzeptionell mehr Sinn als zusätzliche Beleuchtung oder andere Funktionen, die unterwegs kaum einen praktischen Vorteil bringen.
Razer Prio mit Call of Duty Mobile
Für meinen ersten Test habe ich unter anderem Call of Duty: Mobile verwendet.

Mit eingespanntem Smartphone erinnert das Setup schnell an einen klassischen Handheld. Der größte Unterschied zur Touch-Steuerung ist wenig überraschend die deutlich klarere Trennung der Eingaben.
Bewegung und Kamera liegen auf zwei Analogsticks, während Aktionen auf physischen Buttons landen. Gerade bei Spielen, die Controller-Eingaben sinnvoll unterstützen, fühlt sich das Smartphone dadurch wesentlich stärker wie ein eigenständiges Gaming-Gerät an.
Der Prio macht aus einem Smartphone natürlich keine Konsole. Für kurze Runden unterwegs ist die Kombination aber deutlich angenehmer als virtuelle Analogsticks und Buttons auf dem Display.
Razer Prio mit Emulatoren
Noch spannender finde ich den Controller für Emulation.
Ich habe beispielsweise ein Digimon-Spiel über den PSP-Emulator PPSSPP ausprobiert. Genau bei solchen Spielen passt das Konzept gut: Das ursprüngliche Spiel wurde bereits für physische Buttons entwickelt und lässt sich entsprechend natürlich mit einem Controller bedienen.

Grundsätzlich hängt die Kompatibilität dabei vom jeweiligen Emulator und dessen Gamepad-Unterstützung ab. Erkennt die Software einen normalen Controller, lässt sich der Razer Prio entsprechend verwenden.
Damit eignet sich das Gerät nicht nur für aktuelle Mobile Games, sondern auch für ein Smartphone, das gelegentlich als kompakter Retro-Handheld dienen soll.
Wie kompakt ist der Razer Prio?
Der größte Vorteil des Prio zeigt sich erst, wenn man mit dem Spielen fertig ist.
Die beiden Controller-Hälften lassen sich wieder zusammenschieben und übereinanderklappen. Dadurch schrumpft der Controller auf einen Bruchteil seiner ausgeklappten Breite.

Der Kompromiss des Designs ist offensichtlich: Ein Controller, der sich möglichst klein zusammenfalten lassen soll, kann nicht dieselben großen Griffe besitzen wie ein klassisches Gamepad.
Für kurze Sessions empfinde ich das Konzept trotzdem als schlüssig. Beide Seiten bieten echte Analogsticks, Buttons und Trigger, während das Smartphone selbst zum Display des Handhelds wird.
Interessant wird der Prio deshalb weniger als Ersatz für einen Xbox-, PlayStation- oder Switch-Controller. Seine Stärke liegt darin, dass man ihn tatsächlich zusammen mit dem Smartphone mitnehmen kann, ohne einen zweiten großen Controller transportieren zu müssen.
Für wen lohnt sich der Razer Prio?
Der Razer Prio richtet sich vor allem an Spieler, die regelmäßig auf dem Smartphone spielen und dabei nicht ausschließlich auf Touch-Steuerung setzen möchten.
Besonders interessant finde ich ihn für drei Einsatzbereiche: klassische Mobile Games mit Controller-Unterstützung, Game-Streaming und Emulatoren.
Wer dagegen überwiegend zu Hause spielt und maximale Ergonomie möchte, fährt mit einem großen Controller wahrscheinlich besser. Der Prio setzt bewusst eine andere Priorität.
Fazit
Der Razer Prio versucht nicht, ein klassisches Gamepad möglichst klein nachzubauen. Stattdessen wurde der Controller konsequent um die Frage herum entwickelt, wie wenig Platz ein vollständiges Smartphone-Gamepad unterwegs einnehmen kann.
Der Faltmechanismus ist deshalb mehr als ein Gimmick. Zusammengeklappt ist der Controller erstaunlich kompakt, ausgeklappt stehen trotzdem zwei Analogsticks, Steuerkreuz, Aktionstasten, Schulterbuttons und Trigger zur Verfügung.
In Kombination mit Spielen wie Call of Duty: Mobile oder einem PSP-Emulator wird aus dem Smartphone damit innerhalb weniger Sekunden ein kleiner Handheld.
Und genau darin liegt für mich die interessanteste Eigenschaft des Razer Prio: Man muss nicht dauerhaft einen Handheld mitnehmen, um unterwegs einen dabeizuhaben.
FAQ
Was ist der Razer Prio?
Der Razer Prio ist ein faltbarer USB-C-Gaming-Controller für kompatible iPhones und Android-Smartphones. Das Smartphone wird direkt zwischen die beiden Controller-Hälften gespannt.
Funktioniert der Razer Prio mit iPhone und Android?
Ja. Der Razer Prio ist für kompatible iPhones und Android-Smartphones mit USB-C ausgelegt und wird direkt mit dem Smartphone verbunden.
Kann man den Razer Prio mit Emulatoren verwenden?
Ja, sofern der verwendete Emulator externe Gamepads unterstützt. Im Test ließ sich der Controller unter anderem mit einem PSP-Emulator verwenden.



